Eine elektrische Autoantenne ist praktisch
Autos sind häufig das Ziel blinder Zerstörungswut. Meist im freien geparkt, geben sie ein leichtes Ziel ab: Schnell ist der Lack zerkratzt, die Scheibe eingeschlagen oder die Antenne abgeknickt. Schützen kann man seinen Wagen gegen solcherlei Sachbeschädigungen nur schwer – einen kompletten Schutz bietet wohl nur eine Garage. Allerdings kann man mit einigen Vorkehrungen dafür sorgen, dass bestimmte “Schwachstellen” keine einfache Angriffsfläche mehr bieten. Ein Beispiel dafür ist eine elektrische Autoantenne.
Die Antenne des Autos sorgt für einen störungsfreien Radioempfang und dient nicht nur der musikalischen Unterhaltung bei längeren Fahrten, sondern ist durch den Verkehrsfunk auch eine unverzichtbare Hilfe im Straßenverkehr. Informationen über Staus, Baustellen und andere Hindernisse können dabei helfen, sicher und schnell ans Ziel zu gelangen. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Antenne abgeknickt, entwendet oder anders beschädigt wird. Eine elektronisch gesteuerte Antenne fährt erst dann aus, wenn das Radio eingeschaltet wird. Auch eine Kopplung mit der Zündung ist möglich. Ansonsten ist sie eingefahren und verborgen, kann also nicht abgebrochen werden. Einige Varianten lassen sich per Knopfdruck auch auf eine gewünschte Länge ausfahren – dies kann beispielsweise in der Stadt hilfreich sein, um Störungen des Radiosignals zu umgehen. Auch in anderen Bereichen kann sie sich als nützlich erweisen, so zum Beispiel in der Waschanlage. Deren Betreiber weisen in den meisten Fällen vorsorglich darauf hin, dass für abgebrochene Antennen keine Haftung übernommen wird. Elektronische Modelle können vor dem Befahren der Waschstraße einfach per Knopfdruck eingefahren werden.
Elektroantennen haben jedoch nicht nur Vorteile. Zum einen ist der Preis aufgrund der Technik um einiges höher als bei herkömmlichen Modellen. Außerdem ist die Elektronik – so wie anderswo auch – anfällig für Störungen. Fährt die Antenne nicht mehr aus, muss ein Fachmann aufgesucht werden, der feststellen kann, was mit dem Gerät nicht stimmt. Die Fehlerdiagnose ist häufig schwieriger als der Einbau – dieser kann mit handwerklichem Geschick selbst ausgeführt werden. Notwendig ist der entsprechende Platz für die eingefahrene Antenne und den zugehörigen Motor, auch die passenden Dichtungen für die Antennenführung sind wichtig, damit kein Wasser eindringen kann. Werden Bohrungen vorgenommen, sollte man penibel auf die Rostvorsorge achten. Je nach Kfz-Modell kann es sein, dass die entsprechenden Anschlusskabel bereits verlegt sind – dann muss die neue Antenne nur noch eingebaut und eingesteckt werden. Wer sich diese handwerklichen Arbeiten nicht zutraut, der ist mit einem Gang zur Werkstatt besser beraten. Die Profis dort bauen die Antenne ohne großen Zeitaufwand ein – anschließend kann man sich relativ sicher sein, dass alles perfekt sitzt.

